Studien des Buchhändlers am

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

-Mitbegründer des Forum3 Stuttgart-

-Anthroposophisches Studienseminar-

Der sozialwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum Dornach gewidmet

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Zum Grundsteinspruch:

…"Was wir aus Herzen gründen, aus Häuptern zielvoll führen wollen";

Wer sein Wollen gedanklich gründet, glaubt vielleicht, schon herzlich genug getan zu haben. Wem das Denken der Garant ist dafür, aus Subjektivem hinauszukommen, wie gerne aus dem ersten Teil von Steiners Philosophie zitiert wird, der mag sein Handeln zielvoll als Hauptsache führen wollen.

"Aus Herzen gründen" setzt voraus:

Liebe zur Sache und zu den Menschen, nicht nur zu Gedanken, wie es das Wort "Philosophie" bescheinigt.

Steiner macht die Liebe zur Präambel des Handelnwollenden, der für den Impuls der Dreigliederung wirken will.

Wer im Gefühl nur subjektive Äußerung sieht, tritt am Menschen vorbei und über ihn hinweg, statt in den 2. Teil Steinerscher Philosophie: der "Wirklichkeit der Freiheit".

'Wollen', wie es Rudolf Steiner meint, bezieht sich auf Haupt und Herz.

Gedanken- oder herzlos ist ein Malheur, zusammen die Katastrophe.
Goetheanum 47-2017, KH.Kaesebier

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Aus Hans Erhard Lauer.

"Vom richtigen Altern":

Eine Schulungsmethodik, die den besonderen Möglichkeiten des höheren Alters, des letzten Lebensdrittels entspricht, wird den Charakter eines Weges der inneren, seelisch-geistigen Entwicklung tragen. Sie wird modernes Initiationswesen  darstellen, das in alten Zeiten die Mysterienstätten erfüllt haben. Nur wird anstelle des Geheimnisses, in welches jene sich hüllten, die volle Öffentlichkeit solcher Bestrebungen treten, und anstelle der autoritativen Führung der Novizen und Adepten durch die Hierophanten, Gurus usw. die bloße, an das eigene Denken des Schülers sich wendende Darstellung des Weges zu höherer Erkenntnis, wie er sich aus den Bedingungen der Menschennatur selbst ergibt. Diesem Initiationswesen wird innerhalb des künftigen Geisteslebens dieselbe zentrale Stellung zukommen, die einstmals die Mysterien im Geistesleben älterer Zeiten eingenommen haben. Denn es bildet die Quelle, aus der immer wieder neu geschöpft werden kann, was an Erkenntnissen und Richtlinien auch für die Erwachsenenbildung und die Jugenderziehung benötigt wird. Und so stellt auch die Begründung der Anthroposophie, wie sie durch Rudolf Steiner erfolgt ist, nichts anderes und nichts geringeres dar als die Begründung eines modernen, den Entwicklungsbedingungen unseres Zeitalters entsprechenden Initiationswesens, eines Schulungsweges, auf dem in einer dem heutigen Bewußtsein gemäßen Form die Forderung erfüllt werden kann, die über der Eingangspforte des delphischen Mysterientempels mit den Worten bezeichnet war:

<<Erkenne dich selbst>>

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Diese Selbsterkenntnis steht also in völliger Freiheit im sozialen Raum. Was in der Pädagogik richtig ist - die gemeinsame Besprechung von Schülern in der Lehrerkonferenz, ist in der Gemeinschaftsbildung von Erwachsenen fehl am Platze, korrumpiert und mißachtet das Freiheitsverständnis Rudolf Steiners und ist ein faschistischer Rückfall in alte vorindividuelle Zeiten !


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Aus:

 Stephan Eisenhut, Die Drei 11/2017:

"Die Verbürgerlichung der Dreigliederung"


...Die Begriffe der Dreigliederung wurden von vielen mit dem Kopfdenken aufgenommen und aus diesem heraus Lösungsansätze erdacht. Das bürgerliche Denken wurde somit mit aller Macht inner-halb der Anthroposophischen Gesellschaft fortgesetzt und gipfelte zum Teil in der Forderung, diese Gesellschaft selbst nach dem Gesichtspunkt des Geisteslebens, des Rechtslebens und des Wirtschaftslebens zu gliedern. Ein Anliegen, das Rudolf Steiner mit dem Satz zurückwies, daß, wer dies fordere, >>den Grundnerv unserer Bewegung gar nicht erfaßt hätte<< (GA190S210). Diese Forderung ist allerdings symptomatisch für ein Dreigliederungsverständnis, das sich bis heute in breiter Front verfestigt hat.

Die Menschen glauben, sie könnten vor Ort ihre Einrichtungen in dieser Weise dreigliedern und hätten dadurch etwas Bedeutendes erreicht. Sie merken dabei nicht, daß sie nur die Worte Rudolf Steiners benutzen, ohne sich überhaupt auf dessen begriffliche Bestimmungen einzulassen. In besonders schmerzlicher Weise hat sich folgende Vorstellung über die Dreigliederungsidee verfestigt, die so skizziert werden kann: Im Geistesleben gehe es um den einzelnen Menschen, der seine Fähigkeiten und Begabungen aus der geistigen Welt mitbringt; im Wirtschafts-leben gehe es um die Versorgung des Menschen, d.h. um seine physische Existenzgrundlage, die durch die Erzeugung von Produkten und Dienst-leistungen befriedigt werden muss; im Rechtsleben hingegen ginge es um das Verhältnis von Mensch zu Mensch; dieses wird als der Bereich des Zwischenmensch-lichen verstanden, bei dem es um Wert-schätzung, mündiges Miteinander, Abstimmungsprozesse und Vereinbarungen ginge.

Besonders charakteristisch für diese Sichtweise ist die 1984 erschienene >>Der anthroposophische Sozialimpuls<< von Dieter Brüll. Dieser hat den >>irdischen Sozialkörper<< in drei >>irdische Glieder<< eingeteilt, bei der das mittlere Glied, das Rechtsleben, als das eigentlich soziale Glied bestimmt wurde. Das >>irdische Geistesleben<< hingegen charakterisierte Brüll als <<asozial>>, da sich dort der Mensch aus dem sozialen Miteinander herausziehe, um seine eigenen Ideen zu entwickeln; das >>irdische Wirtschafts-leben<< bestimmte er als >>antisozial<<, da hier der Mensch die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stelle und den anderen Menschen als Ausbeutungsobjekt betrachte. Über dem irdischen Sozialkörper entdeckte Brüll ein viertes, geistiges Gebiet, das er als die eigentliche Quelle des Sozialen ausmachte (S60). Dieses Geistige könne durch die richtige Begegnung von Mensch zu Mensch innerhalb des Rechtslebens seine soziale Wirkung entfalten und damit auch auf die beiden anderen Glieder ausstrahlen.

   Obwohl Brüll heute so gut wie gar nicht mehr gelesen und auch seine Vorstellungen über das Asoziale und Antisoziale zumeist als befremdlich empfunden wurden, hat sich die Auffassung, daß das Rechtsleben als das eigentliche soziale Glied anzusehen sei, in vielen anthroposophischen Einrichtungen Grundkonsens durchgesetzt. Brüll hat insofern nur einen begrifflichen Ausdruck für eine Auffassung gefunden, die in den Menschen als Gefühl vorhanden war. Ob dieser überhaupt mit dem übereinstimmt, was Rudolf Steiner begrifflich entwickelt, überprüften nur wenige. Denn diese Auffassung eignet sich so wunderbar, um die >>Dreigliederung<< in der eigenen Einrichtung verwirklichen zu können. Eine Notwendigkeit, das bürgerliche Denken zu verwandeln, wurde nicht erkannt"...

(Hervorhebung von KK)

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Der Spruch in dem folgenden Bild ist entnommen aus

"Wahrspruchworte" von Rudolf Steiner, GA40S118.

Weitere Bilder bezeichnen wesentliche Motive der Menschheitsentwicklung:



Erziehen, Heilen, Bilden und Denken, Soziales und Landbau -
kann das weg, oder ist das Kunst? Wo findet man das alles aus einem Guß, wenn nicht in der Anthroposophischen Arbeit?
Es geht in all dem aber nicht um Profit oder Monopol!
Seit 100 Jahren!

Einige Schlaglichter vorab:

Die "East-Side-Mall", 69. Berliner Einkaufstempel, wurde im anmutig-anrüchigen Berliner Jargon mit dem Slogan eröffnet:

"Erkenn Dir"

Eine neue Variante des Mißbrauchs alter Tempelweisheit kommt damit ins Spiel. Luziferisch-sektiererische Verfehlungen sind heute weitgehend schon entlarvt, ahrimanisch-kommerzielle Versuchungen dagegen noch nicht so sehr.

Werbung beeinflusst bekanntermassen das Unterbewußtsein.

Was hat aber ein Warenhaus mit dem uralten Motto der Tempelweisheit zu tun?

Die rechnet heute mit der Freiheit des Menschen, der bei vollem Bewußtsein ist. Zumindest lanciert sie nicht manipulatorisch ihre Absichten in dieses - in einer Grauzone der Magie okkulter Praxis von Ost und West, aber auch bei uns.

Bei Rudolf Steiner findet man die Antwort: Im dreigliedrig gewordenen sozialen Organismus, wo geschichtlich sein jüngstes Glied, die Ökonomie, die Dominanz vor Recht und Kultur errungen hat, wird das Warenhaus zum Tempel 

und bekommt für das soziale Leben dieselbe Relevanz (Steiner-GA98-S112).

Nur zur Selbsterkenntnis wird dieser Tempel nicht taugen, sowenig wie ein Forum, in dem die Freiheit des Menschen nur proklamatorisch verkündet wird!

Anthroposophische Geschichtsphilosophie hilft, einst berechtigte Praktiken,

wo auch immer sie unzeitgemäß auftreten, zu durchschauen und zu entlarven!

(Hans Erhard Lauer: Geschichte als Stufengang der Menschwerdung, Band I)

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Wie sehr Geschichtsphilosophie die Politik bestimmt, beschreibt Timothy Snyder in einem Interview: "Moskau hat den Präsidenten der USA ausgewählt" (Tagesspiegel 28.10.18). Er legt der Gegensatz linearer und kreisläufiger GeschichtsauffassunSofort loslegen!g als "Politik der Unvermeidbarkeit" und "Politik der Ewigkeit" zugrunde. Dazu ist in der Geschichtswissenschaft Hans Erhard Lauers viel zu finden, in seiner "Geschichte als Stufengang der Menschwerdung" (III.3). Es erweist sich, daß Gedanken Realitäten sind, denn unsere Auffassung von Geschichte bestimmt nicht nur unser Verhältnis zur Vergangenheit - sie bestimmt unsere Zukunft! -------------

Wie ein modernes Orakel für das Dritte Jahrtausend wurde in der Aussprache der Anthroposophischen Landesgesellschaft in Stuttgart deutlich: ..."daß es nicht darum geht, Lösungsvorschläge zu verkünden, sondern aus der Wahrnehmung der Probleme des Anderen konkrete Hilfe zu leisten. Dazu ist jeder einzelne und die Anthroposophische Gesellschaft aufgerufen"... Sieht man auf die heute so vielfältige anthroposophische Tätigkeit in Pädagogik, Medizin und Landwirtschaft und vieles andere, dann kann deutlich werden, daß Anthroposophie nicht nur Impuls geblieben, sondern Praxis geworden ist! --------------------------------------


Diesen Themen sind die folgenden Seiten gewidmet.


"Unter allen Forderungen unserer Zeit ist die Geschichtserkenntnis selbst die Urforderung"


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   Wie ein modernes Orakel für das Dritte Jahrtausend wurde in der Aussprache der Deutschen Anthroposophischen Landesgesellschaft in Stuttgart deutlich: ..."daß es nicht darum geht, Lösungsvorschläge zu verkünden, sondern aus der Wahrnehmung der Probleme des Anderen konkrete Hilfe zu leisten. Dazu ist jeder einzelne und die Anthroposophische Gesellschaft aufgerufen"... Sieht man auf die heute so vielfältige anthroposophische Tätigkeit in Pädagogik, Medizin und Landwirtschaft und vieles andere, dann kann deutlich werden, daß Anthroposophie nicht nur Impuls geblieben, sondern Praxis geworden ist!


Anthroposophie ?
Imagninativ-Inspiratives zur Steiner-Rezeption

"ein Weg, das Geistige des Menschen zum Geistigen des Weltalls zu führen" !

- zum Willens-Aspekt: im 1. Leitsatz in GA26 -

 

"...daß gut werde,

was wir aus Herzen gründen,

aus Häuptern zielvoll führen wollen" GA260


Zu Steiners Verhältnis zu Goethe in

"Die Entstehung der Anthroposophischen Gesellschaft auf mysteriengeschichtlichem Hintergrund"

(Frank Teichmann S26, zitiert aus Rudolf Steiner GA175, 24.4.1917):


   "...Ich habe mich seit meinem 18./19. Jahr fortwährend mit Goethe beschäftigt, aber ich habe nie die Versuchung gespürt, etwas treu historisch im philologischen Sinne über Goethe zu schreiben oder auch nur darzustellen, niemals, aus dem einfachen Grunde, weil mir von allem Anfang an die Idee lebendig war: das Wesentliche ist, dass Goethe lebt! Nicht, dass man den Goethe, der 1749 geboren, 1832 gestorben ist, als physischen Menschen ins Auge faßt, sondern das Wichtige ist, dass, als Goethe 1832 gestorben ist, etwas nicht nur in seiner Individualität fortlebt, sondern etwas fortlebt, was um uns herum ist wie die Luft, aber geistig, nicht bloß in dem, was die Menschen reden, ...sondern geistig um uns herum ist. Das Geistige ist um uns herum, wie es um die Menschen des Altertums noch nicht geistig herum war. Der Ätherleib wird von der Seele abgetrennt als eine Art zweiter Leichnam, aber er wird durch den Christus-Impuls, der geblieben ist von dem Mysterium von Golgatha, in gewisser Weise doch konserviert, löst sich nicht rein auf.

   Und wenn man... den Glauben hat, Goethe ist als Ätherleib auferstanden, und sich dann an sein Studium macht, dann werden in einem selbst seine Begriffe und Vorstellungen lebendig, und man schildert ihn nicht so, wie er war, sondern wie er heute ist. Dann hat man den Begriff der Auferstehung ins Leben übertragen. Dann glaubt man an die Auferstehung. Dann kann man davon sprechen, dass man nicht bloß an die toten Vorstellungen glaubt, sondern an das lebendige Fortwirken der Vorstellungen. Denn das hängt mit einem tiefen Mysterium der neueren Zeit zusammen. Wir mögen denken, was wir wollen ...: solange wir im physischen Leibe sind, gibt es ein Hindernis dafür, dass die Vorstellungen sich in der richtigen Weise ausleben können. Möge Goethe noch so groß gewesen sein, seine Vorstellungen waren noch größer als er selber. Denn dass sie so groß haben werden können, wie sie waren, und nicht größer, daran war sein physischer Leib schuld. In dem Augenblick, wo sie sich vom physischen Leibe trennen konnten - ich meine jetzt die Vorstellungen, die im Ätherleibe in

gewisser Weise weiterleben, nicht sein Fühlen und Wollen - und wo sie aufgenommen werden können von jemand, der sie in Liebe aufnimmt und weiterdenkt, da werden sie noch etwas anderes, da gewinnen sie ein neues Leben. ...

Glauben Sie, dass die erste Gestalt, in der Vorstellungen bei jemand auftauchen können, unter keinen Umständen die letzte Gestalt dieser Vorstellungen gibt; sondern glauben Sie an eine Auferstehung der Vorstellungen! Und glauben Sie so fest daran, dass Sie gerne anknüpfen, jetzt nicht bloß in ihrem Blut an Ihre Vorfahren, sondern an die geistigen Seelenvorfahren, und diese finden... Erfüllen Sie den Christus-Ausspruch: nicht nur anzuknüpfen an die Leiber mit dem Blute, sondern anzuknüpfen an die Seelen mit dem Geist, dann machen Sie wirksam, im Leben unmittelbar wirksam, den Gedanken der Auferstehung. Dann glauben Sie im Leben an die Auferstehung... Wer in diesem Sinne sich an die Vergangenheit seelisch anlehnt, der lernt in sich selber erleben das Fortleben der Vergangenheit. Und dann ist es nur eine Frage der Zeit, dass der Augenblick eintritt, wo der Christus da ist, wo der Christus bei Ihnen ist. Alles hängt davon ab, an den Auferstandenen und die Auferstehung sich anzuklammern und sich zu sagen: Eine geistige Welt ist um uns herum, und die Auferstehung hat eine Wirkung gehabt!... Es gibt einen Weg zu dem Mysterium von Golgatha, der innerlich gegangen werden kann...   Kurz, mystisch - jetzt im wahren Sinne des Wortes verstanden -, mystisch ist es möglich, das Mysterium von Golgatha zu erleben; aber man muss nicht bei Abstraktionen stehen bleiben, sondern man muss die innerlichen Erlebnisse durchmachen, die eben geschildert worden sind. Und wer die Frage aufwirft: Wie kann ich selber an den Christus herankommen? - der muss sich klar sein, dass er herankommen muss an den Auferstandenen und dass, wenn man Geduld und Ausdauer hat, den Weg zu gehen, der eben beschrieben worden ist, man dann zur rechten Zeit an den Christus herankommt und man dann der Begegnung mit dem Christus sicher sein kann."

Erstes Goetheanum

Würde man mich nach meinem "Steinerhaus" fragen: ich würde dieses wählen!


Dumm, dröge und dreist

versus weise, tapfer und besonnen!

Die Auseinandersetzung

von Licht und Finsternis

in der altpersischen Epoche

unter Zarathustra !!

s.Steiner-GA159S18

und weiters auch bei

Hermann Beckh -

Zarathustra: der Drögvant

13d Zarathustra




Eine 68er-Betrachtung zu Hans Erhard Lauers

"Geschichte als Wissenschaft von der Zukunft"


Mit anthroposophischer Geschichtswissenschaft bleiben wir dem Weltgeschehen, das sich im Laufe der Jahrhunderte angehäuft hat, nicht fremd. Von der Vorgeschichte über die Geschichte treten wir heute in ein neues Zeitalter ein. Manche nennen es das Ende der Geschichte. Wir treten jetzt aber erst in die Rechte der Individualität ein, auch wenn sie bei allem bisher Geschehenen schon dabei war. Wir wirken an der Zukunft mit, wenn wir Impulse fassen, die wir "aus Herzen gründen" und "aus Häuptern zielvoll führen wollen". Geschichte wird sich nicht mehr in Bibliotheken anhäufen, sondern wird künftig in Individualitäten zu lesen sein, deren Taten symptomatisch für den allgemeinen Gang der Geschichte stehen. Was für die Naturwissenschaft das Mikro-/Teleskop ist, werden für die Geschichtswissenschaft die Menschen und ihre Lebensalter sein, sie werden zum Okular für Vergangenheit und Zukunft. Diese Metamorphose des Geschichtsverständnisses hat auch dem Zukunftsforscher Robert Jungk vorgeschwebt und mit dem Gedanken der

Reinkarnation wird erst richtig klar, warum auch Zukunft erforscht werden kann. Nicht mehr die Generationen werden für den Gang der Geschichte maßgebend sein, sondern die Verkörperungen der Einzelnen und, was das Wichtigste dabei ist: Wir werden um unsere Individualität und ihre Herkunft wissen - aus dem Reinkarnationsgedächtnis heraus, das sich beim Eintritt in das dritte Zeitalter nach Vorgeschichte und Geschichte - im Sinne des Joachim de Fiore - zu bilden beginnt. Er nennt es das Zeitalter des "Heiligen Geistes". Es wird das Zeitalter des freien Menschen. Die unheiligen Attacken von rechts und links gegen Anthroposophie werden damit wesenlos, denn jedem Menschen kann sich aus innerer Anschauung ergeben, daß er nicht aus Blut und Boden, aber auch nicht aus seiner Sozialisation im kulturellen Umfeld zu definieren ist, sondern aus und in dem Geiste leben kann.

(Hans E. Lauer: Die Forderungen des 20. Jahrhunderts an die Geschichtsforschung,

Drei Vorträge 1966)


"Alternative Fakten"
wurden zum "Unwort des Jahres 2017" gekürt (*1). Ob damit eine politische Absicht verbunden ist, sei dahingestellt. Nur was einem selbst genehm ist, als Wahrheit anzusehen, ist allerdings ein Symptom für den wesentlichsten Umschwung in der Menschheitsgeschichte: zu dem Primat des Wollens vor dem Erkennen (*2). Hans Erhard Lauer, der anthroposophische Geschichtsphilosoph, hat darauf hingewiesen. Wahrheit war einst Sache der Tempel und auf die Vergangenheit bezogen. Dann wandte sich der Mensch der Zukunft zu und wollte die Wahrheiten nicht mehr als Offenbarung hinnehmen. Er trug prometheisch den Willen in das Denken und begann, selbst zu denken: das war der Entstehungsmoment der Freiheit. Heute kann das Denken korrumpiert werden: "Wir sind so frei!" Bekannte Methoden der Beeinflussung sind Irreführung, Fehlinformation und gezielte Stimmungsmache (*3). Da wird Wahrheit statuiert, wo sie gar nicht existiert: in interessenbezogener Deutung von Fakten. Denken beinhaltet zwar in seinen Tiefen den Willen, bleibt aber der Wahrheit verpflichtet (*4). Wenn der deutsche Michel eine "Lügenpresse" anprangert, weil er die Wahrhaftigkeit der Berichterstattung bezweifelt, übersieht er, daß die Berichterstatter in der Regel durchaus integer sind, aber die "öffentliche Meinung" selbst von unzureichenden Begriffen bestimmt wird, die zur Lebenslüge geworden sind (*5).
     Was bedeutet menschenkundlich ein lügnerischer Umgang mit Wahrheit? Rudolf Steiner hat eine Übung gegeben, wenn etwas momentan nicht erinnert werden kann. Ein Name z.B. liegt "auf der Zunge", kommt aber nicht herauf in das Bewußtsein: Er empfiehlt, wissentlich einen falschen Namen zu prägen und ihn entschieden auszusprechen. Nun ist mit diesem "alternativen Fakt" der Ätherleib nicht zufrieden und stößt das Wahre auf (*6). Wird ein lügenhaftes Leben zur Gewohnheit, dann beinhaltet also der Ätherleib Bildungen, die nicht in der Wirklichkeit existieren (*7). Ein "sanftes Ruhekissen" ist der Ätherleib dann nicht mehr, denn er ist der Träger der Erinnerung und des Gewissens - der in das "Buch des Lebens" eingetragenen Wahrheiten: "Nichts ist so fein gesponnen, es kommt alles an die Sonnen", dies alles sagt der Volksmund. Der Sonnengott Ahura Mazdao der persischen Kulturepoche hielt den Lügengeist Ahriman in Schranken (*8). In der ägyptischen Epoche gab es eine Hieroglyphe für die göttliche Wahrheit, nach der "Maat" wurde das Leben geordnet und nachtodlich beurteilt (*9).
     Auf der Weihnachtstagung stellte Rudolf Steiner die Entwicklung der Erinnerungsfähigkeit dar (*10). Nach kollektiven Formen wird die Erinnerung immer individueller, von der Urgeschichte bis in unsere geschichtliche Zeit. Hans Erhard Lauer beschreibt die künftige Erinnerungsform des "Ich", die Reinkarnations-Erinnerung (*11): "... Sie verläuft nicht am Leitfaden aneinanderschließender Generationen wie in der gängigen Geschichtsdarstellung, sondern innerhalb einer, von Epoche zu Epoche immer wieder sich verkörpernden Individualität. Ihrer Form nach ist sie leibfreies, rein übersinnliches Erlebnis..." Rudolf Steiner wies  auf ein anatomisches Organ in den Gehirnwindungen hin, das sich heute schon entwickelt (*12): "...Diejenigen werden es richtig anwenden können, die jetzt die Möglichkeit vorbereiten, die jetzige Inkarnation wahrheitsgemäß in der Erinnerung zu haben, wenn sie in der nächsten sein werden. Denn dieses physische Organ wird das physische Mittel für die Erinnerung an eine frühere Inkarnation sein, die jetzt nur erreicht werden kann durch eine höhere geistige Entwicklung..." Daß auf die Weihnachtstagung mit der Darstellung der Erinnerungsstufen die Karmavorträge folgen, spricht für diesen Zusammenhang. -
    100 Jahre nach Entdeckung der physiologischen Dreigliederung (*13) und damit des Verhältnisses von Denken und Wollen wird nun der Begriff der alternativen Fakten in der westlichen Welt geprägt, wo auch im Sozialen der kommerzielle Liberalismus über die geistige Freiheit dominiert. Es ist ein Symptom für das Erstarken einer Willensströmung, die den menschheitlichen Weg nach dem Absteigen der "Erkenntnis-Offenbarung" zu dem "Wieder-Aufsteigen durch den Willen" abbiegen will in einen Weltbereich, der in der anthroposophischen Erkenntnis als die Unternatur erkannt worden ist (*14).

1.) "Sprachkritische Aktion", 1991 ins Leben gerufen. 2.) Hans Erhard Lauer:  "Geschichte...", Bd.I S109. 3.) Th.Seibert, Berliner Tagesspiegel 21.2.18.  4.) GA4, 8.Kap.S107.  5.) GA141S128. 6.) GA108, 18.1.1909. 7.) GA96,98,99.  8.) Hermann Beckh: Zarathustra.  9.) Frank Teichmann: Ägypten.  10.) GA233, 24.12.23. 11.) Lauer, Bd.IS147. 12.) GA152,1.5.13. 13.) GA21,4.Kap.6S150. 14.) GA26, Nr.183-85

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Gedenken:

Der Soziologe Niklas Luhmann wäre 2017 neunzig Jahre alt geworden (Tagesspiegel Valentin Feneberg). Nach ihm besteht die moderne Gesellschaft "...nicht mehr aus Klassen oder Ständen, sondern aus Typen von Kommunikation, aus sozialen Systemen, etwa Wirtschaft, Politik, Recht oder Kunst. Die Systeme übernehmen eigene Funktionen und strukturieren so die ansonsten viel zu komplexe Gesellschaft..." Ja gut - (würde Kretschmann sagen), dann sind wir der Dreigliederung des sozialen Organismus schon näher gekommen - (würde Steiner sagen)!

 

 

Hexagramm

Dynamik und Form - Spirale und Hexagramm: "Geister der Bewegung" und "Geister der Form" (GA151-I)

"Neues muss aus dem Geist kommen"

Wilhelm Droste im Tagesspiegel 5.82017


"...Ich würde mir wünschen, daß aus einer kulturellen Intelligenz eine erneuernde Kraft in der Gesellschaft entsteht. Der Ausgangspunkt liegt nicht im Parlament, es ist zu sehr zum Spielort unglaubwürdiger Politik geworden. Der Schriftsteller György Konrád hat von einer 'Antipolitik' gesprochen, das finde ich sehr aktuell". In Deutschland entstand mit den "68ern" die außerparlamentarische Opposition (APO). Merkel hat einiges davon - aus dem Gegnerlager! - aufgegriffen.

"Das könnte ein Weg sein". So ein deutsch-ungarischer Publizist... Wie steht es heute in Deutschland?: "Die überschätzte Revolution" nennt Christoph von Marschall die 68er-Jahre. Die Krawalle in Hamburg erinnern daran. Wird 2018 Ähnliches, oder wie 50 Jahre früher nur weitere Ignoranz und Fehlsichtigkeit bringen? Rückgeschaut: Bei den alten Hebräern folgte nach 49 Jahren das "Jubeljahr" = Schuldennachlaß und gegenseitiger Ausgleich! (Rudolf-Steiner-GA170-S33).

 

"Gedanken und seelisches Ringen soll eine allgemeine Angelegenheit werden, nicht mehr diejenige von Fachgelehrten"
(R.Steiner GA335,S101)

   Zündende Funken und befriedende Perspektiven erwartet man im neuen Jahrtausend nicht mehr von Philosophen, die in Talkshows, Interviews und Essays nur noch belanglos herumgereicht werden. "Great again" hat Konjunktur, egomane Macher gießen Öl ins Feuer statt streitende Parteien zu befrieden. Sie dämpfen zu wollen, ist aussichtslos. Sie sind der Dritte, der sich freut, "wenn zwei sich streiten". Wie sonst ist auch das moralische Vakuum im Nahen Osten zu erklären, dessen religiöse Rivalitäten von "beschützenden" geopolitischen Weltmächten noch zementiert werden? Einen Dritten braucht es aber auch für eine konstruktive Befriedung - Streitlust oder Resignation allein helfen nicht weiter, sowenig wie Hegemoniestreben und Isolationismus. Dieser Dritte ist konfliktfähig (Friedrich Glasl), er geht aktiv auf die Probleme zu, zwischen Teufel und Belzebub vermittelnd. Die Konfessionen könnten die Situation outen, wenn sie ihre Augenbinden ablegen würden. Die kosmischen Gegensätze faßte Rudolf Steiner in den Blick, brachte sie ins Bild und er schuf dafür auch eine Holzplastik, den "Menschheitsrepräsentanten" zwischen den Menschheitswidersachern (im "Goetheanum" in Dornach/Schweiz, Abbildungen im Internet).

   Vermittelnde Aufgaben wies schon Wilhelm von Humboldt 1792 staatlicher Vollmacht zu, zwischen kultureller und wirtschaftlicher Produktivität. Er begrenzt Politik, die sonst nur Symptome kuriert mit Reformen und neue Strukturen erst gar nicht sucht - zu verheißungsvoll winken die alten Pfründe. Eine Revolution wie 1968 bringt einen Entwicklungsschub und öffnet frischer Luft die Fenster (Papst Benedikt über die "Grünen" 22.9.11), erreicht aber eher das Gegenteil, denn das Feuer der Begeisterung erstickt im Strom der Geschichte allzuschnell... "Und es wallet und brauset und siedet und zischt, wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt", so Schiller angesichts der Französischen Revolution. Er wußte: Organische Entwicklung braucht Zeit und darf nicht von Machern überhitzt oder durch Apparate verwässert werden. Wie Freiheit und Sozialismus walten können, ohne unter das Diktum der Ausschließlichkeit zu fallen, ist seit 1919 erschlossen (R.Steiner: "Die Kernpunkte der sozialen Frage..."). Heute droht zudem eine Kettenreaktion sozialer Spaltung in der geschichtlichen Entwicklung und der Kampf Aller gegen Alle. Dieser hat gleich einem Tsunami weite Gebiete des sozialen Lebens überflutet.


 Wo finden sich lebensvoll-organisch gestaltende Ideen und ihre Umsetzung?
(Heten Wilkens: "Individualität und Menschheit - Rudolf Steiners Entwurf einer Freiheitsgesellschaft")

 Hier soll viel Einzelnes zur Sprache kommen, aber immer im Bemühen, es im Ganzen seines Umfeldes zu sehen. Über seelische, soziologische und politische Dimensionen hinaus wird die reale geistige Ebene aufgesucht: Die Begriffe der Anthroposophie erweisen sich als evident angesichts der Ereignisse in unserer postmodernen und postfaktischen Zeit. 2017 erinnert, daß 1517 durch Martin Luther auch Laien  Zugang zu "dem Buch" bekommen haben. Ihr Gegensatz zu den Klerikern ist in der Moderne der von Aktivisten und Spezialisten geworden, letztere mit allen Wassern gewaschen, erstere vom Feuer der Begeisterung angesteckt. "Nach mir kommt, der mit Feuer tauft", so Johannes der Täufer, der sich aus kollektiver Vormachtstellung zur Einsamkeit des "Rufers in der Wüste" beschieden hat. Und so kommen die Gegensätze in der Welt mehr und mehr auf den Weg der Vermittlung. Auch für die bis dahin Uneingeweihten zerriss der "Vorhang" vor dem Allerheiligsten schon vor 2000 Jahren: 

Die verhüllten Wege zu Trinitarischem - auch zu einer organischen sozialen Dreigliederung - jenseits von Erstarrung und Hypertrophie -wurden für die moderne Menschheit 1917 durch Rudolf Steiner eröffnet, der aussprach, was just in seiner Gesellschaft gelten sollte (GA21+335so): "Gedanken und seelisches Ringen soll eine allgemeine Angelegenheit werden, nicht mehr diejenige von Fachgelehrten". Die "Postmoderne" bekommt damit die Relevanz des bis dahin ungläubig beäugten "Heiligen Geistes", der seine Bekenner mit Feuerzungen ausstattet. Er ist nicht Sache von mächtigen Korporationen, sondern der Verkörperung in jedem Einzelnen, der dem Wesentlichen der Zeit nachspürt und nacheifert! Machen wir uns auf zu seinem und damit zu unserem eigenen Verständnis! Finden wir die Symbiose der sich steigernden Polaritäten nicht in ihrer Aufhebung, sondern in der konstruktiven Steigerung geschichtlichen Geschehens: der Dreigliederung des Menschen - und eines damit erst menschenwürdigen sozialen Organismus.


Es zeigt sich an dem Thema dieser Betrachtungen auch der Bedeutungsinhalt des folgenden Zeichens.

Wie man Wege zu dem konstruktiven "Trinitarischen" findet, ist der Inhalt der Anthroposophie!

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Ein Motiv, das die Versinnbildlichung eines Rosenkreuzermotivs darstellt:
"Licht strahlt aufwärts - Schwere lastet abwärts":

 

In der persischen Mythologie ist der Gegenspieler des Sonnengottes Ahura Mazdao der "verärgerte Geist Angru Mainyu" - auch der finstere, immer zürnende "Ahriman" genannt, wie auch Goethe im Prolog zu seinem Faust Gottvater den Mephistopheles fragen lässt: "Ist auf der Erde ewig dir nichts recht?"...

(Rudolf-Steiner-GA193, s. auch: Stegmann: Das andere Amerika, und Pietro Archiati):

"Ahriman kommt"

Wahrhaftigkeit + Besonnenheit

ist wahrlich bei aller Stärke nicht die seine!

Motive, die das Thema erhellen:  2x7 Aspekte in Denken + Handeln

Zum Phänomen Fake-News: "...Für unsere Zeit sind diese Dinge, die aus dem Menschenbündnis mit Ahriman hervorgehen, von ganz besonders großer Bedeutung. Eine der Haupteigentümlichkeiten des Ahriman ist diese, daß er eigentlich jenes unbefangene Verhältnis, das der Mensch, wie er hier auf der Erde lebt, zur Wahrheit hat, gar nicht kennt. Ahriman kennt dieses unbefangene Verhältnis zur Wahrheit nicht, wo man anstrebt, Wahrheit einfach als Übereinstimmung einer Vorstellung mit einer Objektivität zu haben. Das kennt Ahriman nicht. Darum ist es ihm gar nicht zu tun. Durch die ganze Stellung, die ich ja schon öfter charakterisiert habe, die Ahriman hat im Weltenall, ist es ihm wirklich höchst gleichgültig beim Bilden einer Vorstellung, ob diese übereinstimmt mit der Wirklichkeit. Ihm, Ahriman, handelt es sich bei alledem, was er für sich als Wahrheit - wir würden es im menschlichen Zusammenhang nicht Wahrheit nennen -, aber was er für sich als Wahrheit ausbildet, immer um Wirkungen. Es wird nicht etwas gesagt, um mit etwas anderem übereinzustimmen, sondern um zu wirken. Dies oder jenes wird gesagt, damit es diese oder jene Wirkungen hervorbringt."

Rudolf Steiner: Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte. Kosmische und menschliche Geschichte. Erster Band GA170, Dornach, 28. August 1916

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Eine Stimme aus Kanada:

"Hello darkness my old friend, it's time for him to tweet again
But first he'll have to check in with Fox News, 'cause that's the only place he gets his views
That's how things get planted in his brain, where they remain, and it confounds the science.

The problem is he's not alone, he tweets to people on his phone
That global warning is a giant hoax, perpetueted by the liberal folks
And he hires people that all think the same, that play his game, and it confounds the science.
 
When he talks to crowds of four, he sees 10.000 maybe more, believing they all think he's God on Earth, and was the product of a virgin birth
And if you disagree, you're the victim of fake news or feminist shrews, and it confounds the science.

"Fools", says he, "you do not know." "It makes me smart from so much dough. I know exactly where the problems are. But his solutions are a beyond bizarre, 'cause his words never quite a sentence make an thus he spake, and  it confounds the science.

No limits on pollution now, there's not  a thing we don't allow. Dump the garbage in the waterway, spray the toxins where your children play
All the signs that say, that life on the planet is headed for a downward fall
Go to the mall, continue to confound the science."


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Der kosmische Blackout: Mondfinsternis 26.7.2018

Der Mond hat im Reigen der seelischen Qualitäten die der Reflektion - er macht uns besonnen und verständig - und er wurde nah begleitet vom Mars. Welche Willensintentionen in Mensch und Natur konnten sich da entfalten?

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Die mythologische Göttergeschichte aller Völker verläuft dramatisch.

So auch die Menschheitsgeschichte.

Auch die neuen Mysterien sind dramatisch.

Rudolf Steiner läßt die "Mysteriendramen" mit einem Kinderlied beginnen.

Möchte er daran erinnern, daß  das Menschengeschlecht einmal in einem Paradies seinen Anfang genommen hat

als Krone der Schöpfung?!

Der Sonne Licht


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Ein Ohr über einen noch größeren Teich:

Fantasia über den 2. Psalm von

Vaughan Williams (1872-1958). Eigentliche Gralsmusik von jenseits der Schwelle!

Vaughan Williams: 2. Psalm

 

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Farbenspirale

Oehnicke/Knierim: Farbenspirale

 

 



Oehnicke/Knierim: Farbenhexagramm

 



Newgrange

Tripelspirale Newgrange

 

 

 

Sechsstern

Kupferschale aus Essaouira (Marokko) Ornamentales Sechseck im Kreis


 

 

Steiner Siebentes Siegel

Sechseck in Würfel (die Spitzen sind mit Pfeilen angedeutet) - Siebentes Siegel (GA284S77)

 

 

 

-- Oktaeder in Würfel -- (Skizze zum vorigen Bild)

 

 


Goldkristall

 

 



goldenes Vließ


 



Diamant-Kristall (Oktaeder)

 


 

silbernes Vließ

 

 


japanische Wasserlilie

 

 


Sechseck der Bienenwabe


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Die Limburg ist ein Vulkanberg, das Maar oben am Rande des Albtraufs ein Vulkanschlot (Tertiär-Lemuris). Nördlich und südlich der Linie finden sich Keltengräber. Die Limburg (Lindwurmberg) ist ein "Michaelsberg", der für den Kampf des Sonnen-Erzengels Michael mit dem Drachen der Finsternis steht. Künstlerische Plastiken finden sich auf der Limburg und am Maar

(Michaelshof-Ziegelhütte)

Limburg vor dem Randecker Maar auf der Schwäbischen Alb bei Weilhelm/Teck (Cäsar: Lapis alba = Der weiße Stein)



 

 

 

 

Hirte - Scheune - Dreieck

Hirte - Scheune - Dreieck - Gedankensuchbild