Anthroposophie

 - 2014 -

"Erkenntnis ist das Licht und Liebe dessen Wärme"

Rudolf Steiner: Wahrspruchworte

... "die Zeit wird kommen, da die von der Anthroposophie errungenen Begriffe bis in ihre Wortbezeichnungen hinein ebenso Gemeingut der wissenschaftlichen Welt sein werden wie diejenigen der Kernphysik oder der Psychoanalyse" ... 

Hans Erhard Lauer, 1899-1979, Begründer der anthroposophischen Geschichtsphilosophie, 'Die Volksseelen Europas'


Agitatoren jeder Couleur können bei Fragestellungen zur Geschichte keine andere Stellung finden als: "Was soll uns das Zurückblicken? - Die gegenwärtigen brennenden Aufgaben wollen gelöst werden!" Dem soll hier nicht widersprochen werden, ersteres sollte besser nicht geringschätzig abgetan werden. Der Verfasser dieser Webseite ist geistig aufgewachsen unter dem Dogma solcher Weltverbesserer, die sich selbstgewiß an die Brust klopfen - peinlich, wenn sie sich als Vertreter der Anthroposophie sehen. Denn wer aus Früherem keine Schlüsse für Zukünftiges ziehen kann, bleibt

blind für die sozialen Grundforderungen der Gegenwart. Oder anders ausgedrückt: Wer nur nach vorne schaut, wird rücksichtslos. Die Aufgabenstellung der Geschichtsphilosophie ist just diese: Lehren ziehen! Am Anfang war eben nicht die Tat, sondern das >Wort<, und in diesem war bekanntermaßen schon immer das Licht. Wer dieses gedankenlos auffassen will, streckt nur seinen alten Adam in die Sonne und erfüllt nicht die Sisyphus-Arbeit des Homo Sapiens, vom Erkenntnisbaum wieder zum Lebensbaum hinüberzukommen. Das aber ist die Aufgabe und das Ziel der Anthroposophie!

    Gerade das macht uns zum Menschen, daß wir nicht gedankenlos von Baum zu Baum springen. Der Status des Homo Sapiens ist auch nicht errungen, wenn man in Bäumen herumklettert und von da aus mit Früchten aller Art um sich wirft. Der Verursacher des Abfalls vom Baum des Lebens und des Exodus aus Eden hat das ja schon vorgemacht, auch wenn sein Baum, um den er sich gewunden hat, bei aller Sapientia eben das Gegenteil vom Lebensbaum war - (3e, Ursprung im Lichte).  Bevor in diesem das Klettern wieder möglich wird, sollten wir gelernt haben, uns auf die eigenen Beine zu stellen. "Habe den Mut, dein Leben in die Hand zu nehmen!" Die zunehmende Breitenwirkung der Biographiearbeit, Psychotherapie und Psychosomatik, auch aus der Anthroposophie heraus, scheint unter dem Motto einer neuen Aufklärung zu stehen. Denn wenn einmal das "Ende der Geschichte" eintritt, müssen wir gewärtig sein, daß die alte Schlange, bevor sie sich den Boden unter dem Bauch weggezogen sieht, für die Erkenntniswege, die sie der Menschheit geebnet hat, Wegezoll fordert, der aus des Menschen aufrichtigen Lebenserfahrungen besteht, die 

sie selber aufgrund ihres zweizüngig illusionieren-den Wesens nicht machen kann. Und so hat sie den Geist der Lüge geboren, der so wenig wie sie aufrichtig auf der Erde bestehen kann. Er haust in den unterbewußten Tiefen, weil er das Licht der besonnenen Erkenntnis nicht verträgt. In seinen Höhlen, die sich zig Stockwerke in die Höhe schrauben können, rechnet er sich an allen zehn Fingern aus, was für ihn aus dem Fortgang der Schöpfung herausspringen kann. Bytes in fortwährender Steigerung von Mega über Giga zu Terra und demnächst wohl zu Kosma - sind seine Werkzeuge (Wikipedia: binarius=zweifach und digitus=Finger). Das world-wide-web umgreift mit diesen spitzen Doppelfingern die Erde, und was man international damit alles machen kann, ist in jüngster Zeit durch den Mut eines aufrichtigen Menschen deutlich geworden. Aber es gibt außer Schlange und Drache noch andere hierarchische Wesen, an die die Menschheit sich wenden kann, wenn beide - Schlange und Drache in Symbiose - die Voraussetzungen schaffen für das in der Neuzeit mögliche Auftreten des antichristlichen Wesens, dem das Leben der Menschheit auf der Erde gleichgültig scheint. Aber:


"Es ist nichts so fein gesponnen - es kommt alles an die Sonnen!"

Dafur ist der Sonnengeist Michael der Schirmherr.

Man kann auch sagen: "Und das Licht scheint in die Finsternis" - Es kann heute mithilfe der Geisteswissenschaft nicht nur geglaubt, sondern auch begriffen werden, welches Wesen hinter dieser altbekannten Aussage steht.

In dessen Geiste sei das world-wide-web hier genutzt!

 

Zur Bebilderung ein Foto der Holzplastik, die im 'Ersten Goetheanum', dem Zentralbau der Anthroposophie, stehen sollte und der Brandstiftung entronnen ist

(Bühnenraum nach Daniel van Bemmelen):


1ac) Bezüge

 

Für die anthroposophische Geschichtsphilosophie ist Hans Erhard Lauer Hinweisen Rudolf Steiners in Vorträgen und Gesprächen nachgegangen. Er hat die Arbeiten der Anthroposophen Bock, Gleich, Heyer, Wachsmuth berücksichtigt und war durch sein Studium der zeitgenössischen Philosophie in der Lage, die Denker und klassischen Philosophen, Soziologen und Geschichtswissenschaftler einzubeziehen in sein Werk "Geschichte als Stufengang der Menschwerdung". Dabei ging es ihm nicht nur um die Inhalte der Geschichte. Diese konnte er kompetent behandeln, wie es sich z.B. bei der Behandlung der Reinkarnationsidee zeigt. Es ging ihm um die Lebens- und Entwicklungsgesetze, von denen die Menschheitsgeschichte strukturiert wird. Diese ist zu allen Zeiten kein beliebiges Auf und Ab, auch kein vorbestimmtes und determiniertes Geschehen, sondern ein solches, in dem der zur Freiheit sich entwickelnde Mensch Raum und Zeit bekommt. Von wem, dieses Mysterium sei noch dahingestellt. Christian Morgenstern hat dem geistigen Streben ein humoristisches Denkmal gesetzt:


"Sophie, mein Henkersmädel,

Komm und schau' mir in den Schädel.

Zwar mein Mund ist ein schwarzer Schlund,

Doch du bist gut und edel"


'Sophie' war bei den Griechen die Inspiratorin der Weisheit. Die Nachsätze ergeben sich bei etwas Selbsterkenntnis. Rudolf Steiner (GA18) kennzeichnet 'Sophia' als göttliches Wesen und setzt sie in Beziehung zur ägyptischen Isis, zur biblischen Eva wie auch zur christlichen Madonna, wo sich das Eva-Schicksal umdreht zum Ave-Maria-Geschehen (referiert bei Krause-Zimmer: "Imagination und Offenbarung" S60 und Hermann Beckh: 'Isis'+'Der Name Evas' 13a Beckh: Isis). Schon bei den Griechen ist mancher Sucher nach der Sophia zu einem 'Sophisten' verkommen, heutzutage sind diese zu Literaturdetektiven mutiert - philologisch oder sonst irgendwie fakultativ oder historistisch verengt und betreiben genüsslich so etwas wie Enthüllungsjournalismus, der immer das findet, was er im Flachland und unter der 

 Gürtellinie sucht. Sucht man dagegen in aller Konsequenz die Aktualität der Philosophie heute, dann hebt eine Morgendämmerung an, die Götterdämmerung in ihrem Zukunftsaspekt, in moderner geisteswissenschaftlicher Art - nicht rückwärtsgewandt, ob nun wagnerianisch oder nationalistisch. Es eröffnen sich Aussichten, wie sie vergleichsweise selbst ein Gebirgswanderer nur in gefühlter Ahnung erlebt. Zu solchen Perspektiven hat Rudolf Steiner selbst eine schöne Betrachtung gegeben in seinem Buch "Anthroposophie - ein Fragment" (GA45,I) und damit auch den Standort anthroposophischer Bemühungen gekennzeichnet: Anthroposophie ist nichts für Flachlandtiroler, aber auch nichts für Überflieger. Es kommt Steiner auf den Standort in der Mitte an, von der aus unten wie oben nicht unerreichbar bzw. unerkennbar sind.

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   Eingeflochten sind die Erfahrungen eines Achtundsechzigers, der ausgehend von seiner Teilnahme an der 'Dreigliederungsbewegung' ab 1969 Hans Erhard Lauer und viele andere anthroposophische Forscher und nicht zuletzt Rudolf Steiner selbst, über 40 Jahre hindurch zum Anlaß des Selbststudiums genommen hat. Klar, vier Jahrzehnte sind kein Ersatz für Evidenz, diese ist nur in Geistesgegenwart machbar, aber dennoch war in Beuys'scher Manier manche Inspiration dem Autodidakten in Bus und Bahnhof erlebbar, als er auch da - lenkradbefreit - seine Auffassungsgabe an den literarischen Inhalten versuchte. Der heimatlose Mensch sucht seine geistige Heimat eben nicht vom Sessel, oder was dem in gewisser Weise gleichkommt: vom Studienplatz aus.

   Wenn dabei innere und äußere Beschränkungen 

überwunden werden, erschließt sich das Bewußt-sein in erweiterter und vor allem selbsterrungener Form. Ein Hauptthema der 68-er war 'Bewußtseinserweiterung', meist aber politisch-agitativ oder psychedelisch verengt. Der gegensätzliche Geist, der hinter diesen Haltungen steht, ist heute unschwer zu erkennen, aber der Scheidewege sind nicht zwei, sondern drei: rechts, links und Mitte. Oder: oben und unten, dazwischen die Mitte. Das tradierte Denken, wie es im schulischen und universitären Betrieb erlebt wurde, war aber berechtigterweise als so trocken-theoretisch empfunden worden, daß nur noch seine Sackgassen evident wurden. Davon sich abzuheben, forderte geradezu das moderne, nicht nur das renitente Bewußtsein. Wer das empfinden kann, ist schon Anthroposoph.

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   Die jüngste universitäre Disziplin ist die Geschichtsphilosophie. Der Marxismus z.B. wäre ohne die Engel'schen Resultate des 'Historischen Materialismus' nur revolutionärer Schmauch. Geschichtsphilosophie umfaßt alle Bereiche des Lebens, auch das soziale Leben und seine zeitgemäßen Forderungen. Diese universale Einsicht erweist sich als beglückend und verpflichtend zugleich. Und Geschichtsphilosophie aus der Anthroposophie heraus umfaßt noch weit mehr: Mensch, Erde und Welt. d.h. sie hat auch kosmologische Bezüge. So sind die folgenden Gedankengänge trotz grundsätzlichster Bescheidenheit aus der Sache heraus komplex und umfangreich geworden. Von geistiger Warte aus auf das Geränke eitler Umgebung gesehen, ist ein Gelübde, sich für das als sinnvoll zu Erkennende existentiell ohne Prestigedenken einzusetzen, alles andere als bescheiden.

   Ein solches Gelübde ist angesichts der allwalten-den neuzeitlichen Sinnlosigkeiten aus der 

Perspektive der über den Menschen waltenden Engel im höchsten Maße anspruchsvoll, von ihnen allerdings wohl im wohlwollendsten Sinne akzeptiert. Denn Menschenwürde macht aus, aus dem in der Menschheitsentwicklung bisher Gewordenen den eigenen Stellenwert nicht nur zu vermuten und zu erhoffen, sondern zu suchen und zu beanspruchen. Dies allerdings, ohne subjektiven Allüren anheimzufallen, wie sie zu allen Zeiten luziferischen Geistern eignen. Diese scheuen sich, gerade auch in der anthroposophischen Bewegung, den neuzeitlichen - ahrimanischen - Zeitgeist in den Dienst menschlichen Arbeitens zu stellen, womit diese Auseinandersetzung nur verdrängt wird, was in den folgenden Betrachtungen deutlich werden wird. Clown Nögge - ein faustischer Anthroposoph - hat 1979 einen solchen, 2015 posthum verherrlichten Drachenkämpfer als "Drachenkämpfer im Hinterhof" entlarvt (0.o Anmerkungen ).

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Das hier Vorgebrachte ist aber auch ein Bekennt-nis zur anthroposophischen Bewegung, bei aller Skepsis gegenüber all den pseudofreiheitlichen Gemeindebildungen incl. verkapptem Funktionärstum innerhalb dieser Gesellschaft. Steiner selbst hat noch nach 1924 die von ihm gegründete Gesellschaft unterschieden von der ihr zugrundeliegenden Bewegung, der in der ganzen Welt viele, viele Menschen angehören. Die integrierende Kraft eines Rudolf Steiners fehlt heute, freiheitsliebende Menschen bleiben lieber

außen vor. Und in der übrigen Gesellschaft, wo der Slogan "Frieden in Freiheit" wie ein Omanipadmehum herunterge-betet wurde, ist in Sachen Freiheit sehr viel zu hinterfragen und in Sachen Frieden neuerdings sowieso. Blättern Sie durch! Die Seiten sind so angeordnet, daß nach Schlaglichtern auf die Weltverhältnisse deren Entwicklungslinien in den Blick genommen und anschließend Wege von der Vergangenheit in die Zukunft gesucht werden, wie sie aus der Anthroposophie impulsiert sich ergeben können.

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Aktuelle Bezüge 

   Es muß befürchtet werden, daß ein Symptom eines "Kampfes Aller gegen Alle" sich zeigt in dem furchtbaren Geschehen des Absturzes des German-Wings-Flugzeuges in Frankreich. Es ist klar geworden, daß der Kopilot seinen Suizid wollte und dafür hat er 150 Menschen mit in den Tod gerissen. Das bedeutet den absoluten Verlust moralischen Vermögens. Aus der anthroposophischen Menschenkunde kann man aufmerksam werden auf das Alter des Kopiloten von 27 Jahren. Dieses Alter bringt für die moderne Menschheit mit sich, daß die bis dahin tragenden Entwicklungskräfte versiegen und der Einzelne nun seine Entwicklung selbst in die Hand nehmen muß.

   Ist ihm das nicht möglich, dann entsteht ein Vakuum, in dem die "Ich"-Kraft - die Persönlich-

keit - nicht mehr souverän wirkt. Sollte hier die Furcht um den Verlust des Arbeitsplatzes mit im Spiel gewesen sein, weil der junge Mann wegen depressiver Veranlagung und Sehstörungen behandelt wurde, dann ist spätestens hier zu konstatieren: das vorherrschende Leistungsprinzip korrumpiert auf gravierendste Weise die Menschenwürde! Ein Grundeinkommen spricht dem Menschen erst seinen Wert zu ohne Hinblick auf die volle oder eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Dieses Grundeinkommen nicht zu gewähren, kostet die Gesellschaften in Zukunft mehr als alle Leistungen, die ohne es - realistisch zusammengerechnet - aufgebracht werden müssen! (besprochen in  1b Anthroposophie + die 68er , das sogenannte 'Jüngerwerden der Menschheit' in  1c Entwicklungsgesetze ).

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   Was in Frankreich passiert ist, hätte auch in Deutschland passieren können: die verbrecherische Verwirklichung des Fundamentalismus im religiösen Empfinden. Solange aber in unserer säkularisierten Welt (Wikipedia: Säkularisierung = Verweltlichung) kein Organ vorhanden ist für religiöse Einstellungen, ist Religion ein explosives Thema. Die verheerenden Aktionen liefern nun die Legitimation für weitreichende Sanktionen. Kosmopolitisch dimensionierte Religionsfreiheit wird erst den friedensbringenden Ausgleich zu dem Gesinnungsterror bringen, der nicht zuletzt mit der Prognose des "Clash of civilisations" des Amerikaners Samuel Huntington heraufbeschworen worden ist. Letztlich geht der Krieg aller gegen alle in eine neue Phase der Verschärfung. Nur eine Volksseelenkunde aus der Anthroposophie heraus setzt dieser Entwicklung Friedensideen entgegen!

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    Dem aufmerksamen Zeitgenossen fallen bei politischen Großveranstaltungen von den USA aufgestellte Autoanhänger auf, die mit einer Plastikplane bedeckt sind (so in Berlin beobachtet). Was sich unter den Planen, aber auch unter den Aufbauten der amerikanischen Botschaft in Berlin versteckt, ist offenbar geworden. Edward Snowden hat der Welt die Augen geöffnet, auch wenn er sich dafür nun ins Abseits gestellt sehen muß.  Unsere Abgeordneten - man müßte besser sagen: Eingeordneten - empfinden so etwas wie Dankbarkeit den Enthüllern gegenüber angesichts der "Ent-Täuschungen". Finden sie aber auch zur nötigen Vorsicht für die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen, die unter dem Motto: "freedom for sale" stattzufinden scheinen? Der Gedankenbogen schließt sich von diesem tagespolitischen Geschehen zu historisch-mythischen Vorgängen des alten Griechenland: 

Krösus wurde durch das delphische Orakel ermutigt zu seinem Einfall in das persische Kleinasien - "Wenn Du den Halys überschreitest, wirst Du ein großes Reich zerstören!" Der Halys war der Grenzfluß nach Kappadokien, das in der heutigen Türkei liegt. Krösus konnte in seiner Verblendung das Orakel nur so verstehen, daß das damalige Persien durch sein Eindringen zerstört werde. Die Geschichte lehrt Anderes. Und so kann es auch den USA gehen in ihrem offenbar werdenden, unwiderstehlichen Drang nach dem Osten des Globus. Rußland und nicht zu vergessen China, demgegenüber die USA hochverschuldet sind, sind ein unverdaulicher Kontinent, der anders als Mitteleuropa nicht von selbst in die gestellten Fallen laufen wird. Umgekehrt: den USA werden die dort erhofften Felle davonlaufen - unvermutet höchst lebendig, inklusive des asiatischen Wesens, das in diesen Fellen steckt! Die Frage drängt sich auch dem auf, der das amerikanische Freiheitsstreben voll akzeptieren kann:

USA - Quo Vadis?

Wen hat der Widergeist unseres Zeitalters im Griff?

Was ist mit Euren Ab- und Verhörmethoden?

Peter Scholl-Latour spricht vom Fluch der bösen Tat -

Michail Gorbatschow geisselt das globale Machtstreben der USA als Seuche -

Sitzt der Colt immer noch so locker wie in den Filmen von Ronald Reagan? -

Wie geht Ihr mit der psychischen Belastung der Drohnenlenker um?

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Wer durch sein Hegemoniestreben in allen Erdenbürgern nur Feinde sieht, macht sie sich zu solchen! Beim Fernsehsender Phoenix (5.3.15) "Kampf ums Kalifat", wird berichtet, daß der amerikanische Bürger längst alle Information und Einfluß auf die "Schattenwelt" - die geheimen militärischen Einsätze der USA verloren hat. Man muß nicht amerikafeindlich sein, wenn man diese Entwicklung besorgt verfolgt. Aus der Anthroposophie heraus kann man sowohl die guten wie auch die bösen Seiten sehen.

    

 Und gehört nicht vielleicht die große Zukunft einer siebten Kulturepoche unseres Äons eher dem Süden als dem Norden Amerikas, wo die Gegensätze allmählich wieder zu einer Einheit zusammenschmelzen und die Falken von den friedensliebenden Tauben überwunden werden? Dieter Schwalm, Karikaturist des Berliner Tagesspiegels (12.2.15) zeigt einen Falken und eine Taube auf dem Flug zum Friedensgipfel in der Ukraine. Der Falke zur Taube:

"Auch nach Minsk, Baby?"

Man muß wirklich den Eindruck bekommen, daß die in den 80er Jahren so aktive und starke Friedensbewegung sich in der Regression befindet und daß der Frieden zwischen Ost und West keine anderen Fürsprecher mehr hat als die zwischen beiden eingebundenen Funktionäre. Mit Anthroposophie bleibt man am Ball.

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   In Ermangelung deutscher Volkslieder hört Edward Snowden jetzt die Lieder einer künftigen, sozialeren Kulturepoche - angesichts der Geschehnisse in der Ukraine im wahrsten Sinne des Wortes Zukunftsmusik. Hier sei solche trotz sprachlich-phonetischer Unkenntnis vorgebracht (wird noch eingestellt) und des weiteren in Gedankenformen, die einem modernen Menschen längst zur Verfügung stehen. Man möge dem Laien nachsehen, daß er die philosophische Klaviatur nur bedingt beherrscht. In allem kommt es auf die Zwischentöne an - sie sind ja erst die Gewähr für Stimmigkeit und Harmonie, nicht äußerer Glanz und monströses Rauschen. Und da die Kunst für die Seele ein Ausgleich ist, wenn diese im gedanklichen Bemühen vor lauter Wahrheit selber immer bescheidener und unbedeutender wird, sei zum Ausgleich auch zu diesem Kunstmittel gegriffen: auf das Bandoneon mit Musik aus aller Welt. (Songs aus Rußland am Ende des ersten Kapitels Intro + Outing) wird noch eingetellt.     Musik für die Ohren ist es auch, wenn für den Wahrer amerikanischer Ideale der Friedensnobelpreis gefordert wird. Herr Ströbele aus Berlin verdient in Sachen Mediation den Nobelpreis. Hoffentlich kann er Edward Snowden bald die schon anvisierte Ehrenmitgliedschaft der Freien Universität in Berlin überreichen!  Edward Snowden hat den alternativen Nobelpreis erhalten und ist auch nominiert für den Friedens-nobelpreis!!! Auch die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte ist ihm zugesprochen worden!!

   Befragt, wem er heute den Friedensnobelpreis zuerkennen würde, antwortet Sebastian Koch, der in dem Film "Eine Liebe für den Frieden" über Alfred Nobel in die Rolle eines fiktiven Liebespartners von Bertha von Suttner schlüpft (Friedensnobelpreisträgerin von 1905):    "Da fällt mir spontan Edward Snowden ein. Er ist jemand, der überzeugt und mutig für eine Sache kämpft, 

die größer ist als das eigene Leben - das ist heldenhaft und nobelpreiswürdig. Der Held sitzt jetzt in Rußland fest, weil er sich geopfert hat, um den Überwachungsskandal auf den Tisch zu bringen. Diplomatisch ist die Situation vertrackt, niemand kann ihm die Hand reichen. Der Friedensnobelpreis könnte das ändern."      Sein oberster Vorgesetzter Barrack Obama sollte ihm seinen Preis abtreten, dieser wurde Herrn Obama doch nur als Vorschußlorbeer gewährt! Hat das Komitee in Oslo wirklich geglaubt, eine defensive amerikanische Politik bewirken zu können! 30 Jahre nach George Orwells '1984' sollte man allmählich gemerkt haben, daß Mephistopheles seine Muskeln spielen läßt! Der Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow, der wahrlich nicht als 'Putin-Versteher' gebrandmarkt werden kann, be-zeichnet die USA wegen ihres Vormachtsstrebens als Seuche. Ihm wird schwerlich ein ver-schwörungstheoretisches 'Gestaltsehen' (0.23b) vorgeworfen werden können.

    Und auch Deutschland soll wieder seine Muskeln spielen lassen. Von welchem Geist ist Herr Gauck inspiriert, wenn ihm 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs nichts besseres einfällt, als den Deutschen die Notwendigkeit der Beteiligung auf Kriegsschauplätzen vorzu-gau(c)keln.

 Man kann heute wissen, daß Mitteleuropa längst als Machtfaktor von der Weltbühne abgetreten ist (0.23a). Fazit: "Fuck the EU!" Aus dem Drohnendebakel hätte diese Lehre erneut gezogen werden können, und auch aus dem Treffen der ehemaligen randsowjetischen Republiken mit US-Obama, wo erstmal nur die Korken knallten. Kommt damit jetzt im 21. Jahrhundert der große Knall mit den katastrophalen Folgen des Krieges aller gegen alle? Und zu der Situation im Nahen Osten titelt der Karikaturist des Berliner Tagesspiegels Klaus Stuttmann:


"Zu Zeiten von DoubleJBush gab es keine Massenvernichtungswaffen im Irak - 

heute schon: Die IS!" 

Und wodurch wurde der Impuls für einen "Islamischen Staat" gefördert und herausgefordert? Dazu ist ein Buch erschienen von Peter Scholl-Latour "Der Fluch der bösen Tat - Das Scheitern des Westens im Orient"! Es wird von aus der Anthroposophie heraus engagierten Mediatoren höchlichst empfohlen.

   Besinnen wir uns 100 Jahre nach 1914 doch auf die Mittlerposition Europas! Dafür darf aber auch kein Freihandelsabkommen dessen Souveränität aushebeln. Haben wir denn einen Aushang an das weltpolitische Pinbrett gehängt:

Freedom for sale!?

(0.23c Anmerkungen und Renate Riemeck: Mitteleuropa)

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Doxa to theo - von Mikis Theodorakis

gespielt auf Bandoneon:

Mikis Theodorakis: Doxa to theo