- Geschichtsphilosophie, Zeitgeschehen und Selbsterfahrenes -
Aus dem Rückblick hat sich ergeben, daß die Inhalte symbolisch dargestellt werden können mit dem
Dreieck + Sechsstern
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Zum Dreieck:
Auge Gottes, Trinität
Gleichgewicht der Seelenkräfte Denken, Fühlen + Wollen, Sinn der Erdentwicklung
Tripelspirale in Newgrange/Irland
Zum Sechsstern:
(zwei Dreiecke ineinander):
A + O - Alpha + Omega, Anfang + Ende, Vergangenheit + Zukunft
Flagge und Symbol des jüdischen Volkes - Davidstern + Salomosiegel
Johannes der Täufer + Jesus Christus
Involution + Evolution
Individualität + Gattung (Kollektivität)
Feuer + Wasser (rosenkreuzerisch)
Freiheit + Notwendigkeit
Mikrokosmos + Makrokosmos
Michaeliten + Urieliten
Radioaktivität (im 6-Stern enthalten)
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Musikalisches zu aktuellem Thema:
An alle, die Grundlegendes zur Anthroposophie Rudolf Steiners kennenlernen wollen, hier weiteres:
Rudolf Steiner: Inneres Wesen des Menschen
In einer Zeit, wo kompendiale Darstellungen der Anthroposophie digital en masse zur Verfügung stehen, sowohl befürwortend als auch ablehnend, möchte ich hier persönlich Erarbeitetes darstellen. Neue Paradigmen braucht es - ganz klar -, aber das Neue sollte sich auch in der Liebe zur Sache u n d zum Menschen darstellen, nicht im dogmatischen Anspruch. Daß dennoch viele Perlen an oft nicht mehr erhältlichem Arbeitsmaterial hier mitgeliefert werden, möchte nur als Anregung dienen.
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"Ihr seid das Salz der Erde"
Anthroposophisches zur Zeitlage
Die Apostel - allesamt Juden - wurden zur Mission beauftragt von dem, der am Jordan vom Täufer als der erwartete Messias erkannt wurde. Und über Paulus, der zudem römischer Bürger war, wurde das mächtige Rom zum Zentrum der Christenheit. Um weltliche Macht kann es dieser aber nicht gehen, denn: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" - in Wolkenkuckucksheim ist es aber auch nicht, schließlich ist es die Erde, mit der sich der Sonnengeist verbunden hat, um sie nach der Mitte der Zeiten neu zu impulsieren.
Juden, die in Jesus von Nazareth nicht den ersehnten Messias sehen konnten, wurden deswegen in vielen christianisierten Ländern gemobbt. Und da die Bindung an 'Blut und Boden' den Geist im Bruder anderer Geburt verleugnet, kam es zu den Greueln der Shoah. Das stärkte den Impuls des Zionismus, es gibt aber auch Juden, die einem eigenen Staat nur ein Existenzrecht einräumen, wenn sie ihre 'Meschiach'-Erwartung erfüllt sehen. Das nun wiederum lockt das Auftreten falscher Messiasse an, und statt Frieden droht der Krieg Aller gegen Alle - Machthungrigen ist Jesus von Nazareth nur ein Weichei. Der meinte mit dem Tempel, den er in drei Tagen wiederaufbauen werde, kein Bauwerk, sondern das göttliche Urbild des Menschenleibes. Der Tempelspruch 'Erkenne Dich selbst' ist der Wegweiser zu dieser 'Wiederauferstehung'.
Die Menschheitsgeschichte begann mit einer Verheißung: "Ihr werdet sein wie Götter und unterscheiden Gut und Böse". Das war aber die Sprache des Versuchers - Ende Gelände, zumindest des paradiesischen.
Anders in der Postmoderne: "Ihr seid wie Tiere und könnt nicht unterscheiden zwischen Gut und Böse" (Steiner 6.4.1914). So spricht es nicht mehr vom Baum der Erkenntnis, es spricht aus den Tiefen unter dem Baum des Lebens der seelenlose Drache - aus dem Dunkel der Triebnatur. Das mündet in Sozialdarwinismus und wiederum droht Ende Gelände, diesmal der Humanität auf Erden.
Rudolf Steiner benennt diese Wesen, die nur ihre eigenen Ziele verfolgen, mit altbekannten Namen: Luzifer und Ahriman. Sie wollen die Schöpfungswege abbiegen, die selbstlose Liebe des Christus ist ihnen fremd. Weisheit und Macht allein interessiert sie, ihre Mittel sind Ideologie und Despotie.
Hinter uns liegt das 'finstere Zeitalter' (3100vC~1900nC). Der Ertrag des von göttlicher Führung weitgehend freien Zeitalters ist aber der selbstbestimmte Mensch. Vor uns liegt die apokalyptische Scheidung der Geister - ein spirituelles Aufwärts und ein materialistisches Abwärts. Die Entscheidung fällt aber nicht im augustinischen Kampf der 'Civitas terrena' mit der 'Civitas Dei', des weltlichen mit dem Gottesstaat - beide bezeichnen nur Abwege.
Und der Mittelweg? Welche soziale Verfassung tut not für ein gedeihliches Miteinander? Wie wenn in einem Land nur noch eine bestimmte Sorte von Getreide angebaut werden darf, mutet es an, wenn ein Staat nur eine Religion erlaubt. Religionen gedeihen auf anderem Boden als Getreide, aber in einem gemeinsamen Staat. Und Wirtschafts- und Kulturräume sind im globalen Zeitalter nicht kongruent mit dem Staatsgebiet, sie sind beide grenzübergreifend. 'Dreigliederung' nennt Steiner daher das, was nottut und Frieden ermöglicht - Freiheit für Religion und Kultur, solidarisches Wirtschaften und gleiches Recht für alle. Und damit etwas "gut werde", will es lebendig im Geiste vorgebildet sein. Das ist Pfingststimmung, der Grundstein der Erneuerung. Die Menschen verschiedensten Zungenschlags können sich darin verstehen - falsche Zungen werden durchschaut. Da passt der Klesmertanz auf dem Bandoneon mit seinen Stimmzungen - Musik spricht die Sprache aller Zungen! (demnächst)
- Fazit: Der Christusimpuls ist für alle da und überall zu finden - wie das Salz der Erde. E i n e Menschheit ist das Ziel. Paracelsus hat Sal, Mercur und Sulfur als dreigliedrigen Prozess therapeutisch verstanden. Wenn eines der Elemente dominiert oder zusammenklumpt, entsteht Krankheit - auch im Sozialen. Der Christusimpuls ist die Mitte und das Maß. (Literaturangaben auf Anfrage)
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Wir schauen auf den epischen Charakter der Vorgeschichte zurück, die Tragik der Geschichte wird wohl auch erst im Nachhinein verstanden werden, es sei denn, der Goethesche Begriff der Antizipation - der Vorschau - wird zuhilfegenommen.